Rezension
Mit dem einen der beiden gleichzeitig erscheinenden Schwesteralben ist dieses durch den betrachteten Komponisten verwandt, mit dem anderen durch die Herangehensweise: Denn hier wie bei "Black Mozart" ist es die Musik von Jon Batistes Heimat New Orleans, die die Basis darstellt. Man hört allenthalben deren große Klaviermeister, von Jelly Roll Morton über Fats Domino und Professor Longhair bis Dr. John. Da sind Stride Piano, früher Rock'n'Roll, Soul und Funk – und verbinden sich mit der Musik Thelonious Monks ebenso selbstverständlich, wie es auf dem Mozart-Album geschieht. Und man begreift, daß diese drei Alben letztlich wirklich eine Einheit bilden: Man sollte sich die Zeit nehmen, sie am Stück zu hören. Und wenn man es ein weiteres Mal tut, vielleicht die Reihenfolge umstellen, um zu sehen, inwieweit sich das auf die Wahrnehmung dieser Musik auswirkt… (2026)






