Rezension
Kann man ein Nonett schon als Big Band bezeichnen? Wenn es so agiert wie hier: gewiß! Neben einer Rhythmusgruppe aus Wilbur Little, Clyde Lucas und Sam Kelly als zusätzlichem Perkussionisten sind es nur fünf Bläser: Trompete (Benny Bailey), zwei Saxophone (Sahib Shihab und Talib Kibwe) und zwei Posaunen (Benny Powell und George Lewis), aber das reicht vollkommen. Nach den gefeierten Brookyln-Konzerten vom Februar ging der Pianist und Komponist bald darauf mit dieser "abgespeckten" Band auf Europa-Tour (die Arrangements stammen auch hier von Melba Liston) und machte dabei auch in Montreux Station, wo seine Vision eines "African Big Band Jazz" natürlich auch euphorisch aufgenommen wurde. Schon allein für die 22 brodelnden Minuten von "African Cookbook" ein Muß! Und daß man sich bei Montreux-Mitschnitten auf die hervorragende Klangqualität verlassen kann, ist ja kein Geheimnis. (2026)






