Rezension
Vorangestellt sei: Dies ist ein wunderbares Album mit durchweg großartiger Musik. Ein "Album" im eigentlichen Sinne ist es allerdings nicht, sondern eine Art Zusammenstellung mit Aufnahmen aus dem Archiv des Bassisten, entstanden in den Jahren zwischen 2003 bis 2010. Die wichtigsten sind sicherlich die Duette mit dem jüngst verstorbenen französischen Klarinettisten Michel Portal. Dazu kommen zwei weitere Duo-Aufnahmen mit Jack DeJohnette; und es ist schon sehr beeindruckend, was für Musik man nur mit Bass und Schlagzeug erschaffen kann. DeJohnette spielt auch in einer dreisätzigen Suite mit dem Tschechischen Nationalen Symphonieorchester und Bob Mintzer an der Bassklarinette. Den letzten Hauptteil macht eine weitere Suite aus, in fünf Sätzen diesmal, ebenfalls mit Orchester und besetzt mit (neben Vitous) Saxophonist Gary Campbell, Drummer Gerald Cleaver und Sängerin Esperanza Spalding, ebenfalls ein musikalischer Kosmos für sich. Am Schluß steht dann noch einmal ein letztes Duett mit Portal, das längste und vielleicht schönste – es gab diesem zwar nicht unbedingt konzisem, doch keinesfalls vernachlässigbarem Album seinen Titel. (2026)






