My Days Of 58

Label/AN:  Drag City, DC964
Format:  2 LP

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Rezension

Eine (glücklicherweise überstandene) Krebserkrankung konfrontierte den Songwriter mit der eigenen Sterblichkeit. Im eröffnenden "Why Do Men Sing" erzählt er unter anderem von einem Traum, in dem er nach seinem Tod an der Himmelspforte stand und ein ganz in weiß gekleideter Lou Reed ihn willkommen hieß. Es ist dies natürlich nur einer dieser skurril-schönen Callahan-Momente, von denen es auch auf diesem Werk viele gibt, sogar besonders viele, denn das Album ist selbst für Callahans Verhältnisse (unter einem Meisterwerk macht er es nicht) herausragend. Lou Reeds Geist, einmal beschworen, läßt sich immer wieder sehen darauf, etwa im stoisch-trockenen Rock von "Pathol O.G.". Wobei Callahans versatile Tourband aus u.a. Gitarrist Matt Kinsey, Drummer Jim White und Dustin Laurenzi an diversen Blasinstrumenten auch zu gänzlich anderen Umgebungen und Klangfarben fähig ist, vom schlichten Folk bis zu herrlich mit Callahans lakonischem Bariton kontrastierenden Kammer-Pop ("Stepping Out For Air"). Aber wenn man hier weiter ins Detail geht, füllt man schnell mehrere Seiten. "My Days Of 58" ist eines der drei oder vier stärksten Alben (neben etwa "Red Apple Falls", "A River Ain't Too Much To Love" oder "Shepherd In A Sheepskin West") eines der größten zeitgenössischen Songwriter. Belassen wir es dabei. (2026)

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