Rezension
Anstatt die neuen Songs im üblichen Overdub-Verfahren im Studio entstehen zu lassen, spielte die Band um Harry McVeighs sie diesmal zunächst live und nahm dann sozusagen die fertigen Ergebnisse auf. Weswegen das siebte Album der 80er-Revivalisten ganz anders klingt als alle bisherigen, nämlich wärmer, direkter, "analoger". Auch: entspannter, die Band scheint sich mit dem Material wirklich wohl zu fühlen. Zu Recht, denn die Songs (in denen die Gitarre auch oft eine größere Rolle spielt als das Keyboard) sind exzellent. Die Vorbilder des Trios (von Joy Division über Depeche Mode bis Tears For Fears) sind nicht mehr ganz so eindeutig wahrnehmbar, dafür sind neue hinzugekommen: "Going Nowhere" ist eine herrliche Hommage an den Bowie der "Let's Dance"-Ära, bei "Everything Is Ok" grüßt gar Bruce Springsteen – und man stellt fest, daß McVeighs auch eine steile Karriere im Roots Rock hätte hinlegen können…! (2025)






