Rezension
Nachdem Scott Weiland ein Solo-Album aufgenommen hatte und der Rest der Band als Talk Show mit neuem Sänger in Erscheinung getreten war, schien die Geschichte der Stone Temple Pilots abgeschlossen – doch stieg Weiland Ende 1998 wieder ein, alsbald befand sich die Band wieder im Studio. Wo sie die Metal-Schraube erst einmal ein paar Umdrehungen fester zogen. "No. 4" rockt von Anfang an so hart, als wollten die Pilots sich gezielt gegen die jüngere Nu Metal-Konkurrenz behaupten – was sie auch ziemlich souverän tun, weil sie eben nicht nur die Phonstärke hatten, sondern obendrein auch jederzeit Killer-Riffs aus dem Ärmel schütteln konnten. Und ganz nebenbei auch ihre Flirts mit Pop und Psychedelia am Köcheln hielten. So brachial das Album beginnt, so nobel endet es: Die abschließende Ballade "Atlanta" hat etwas wahrhaft Majestätisches und zeigt einmal mehr die songwriterische Klasse von Weiland und Bassist Robert DeLeo! (1999/2026)






