Rezension
Der 1933 in Saint Paul, Minnesota, geborene Pianist, Sänger und Songwriter hatte sich ab Ende der 1950er einen Ruf in der New Yorker Jazz-Szene erspielt, seine Songs wurden auch später vor allem von Jazz-Größen gesungen, von Mel Tormé über Anita O'Day und Shirley Horn bis Diana Krall. Die Herkunft hört man (wiewohl hier überwiegend elektrisch) seinem Klavierspiel auch auf diesem kaum bekannten Solo-Debüt an, und es dürfte wohl vor allem Frishbergs Ruf in der Szene gewesen sein, der Creed Taylor davon überzeugte, dieses Album damals auf seinem CTI-Label zu veröffentlichen. Denn mit dem dort überwiegend beheimateten Smooth Jazz hat dieser ziemlich freakige, humoristische Barock-Psych-Pop so gar nichts zu tun. Entsprechend ging das Album bei Erscheinen auch vollkommen unter. Die Neuedition – die erste Tonträgerausgabe (abgesehen von einer Japan-CD Ende der 90er) seit dem Original – kommt ohne großen Aufpreis mit einer Bonus-7", das viel gecoverte "Peel Me A Grape" und den frühen Outtake "A World Without Verbs" enthaltend. (1970/2026)






