Rezension
Natürlich war John Parish, Produzent der ersten beiden LPs, nicht der schlechteste Partner für eine Post Punk-Band mit Lust am Experiment und absolut originärem Sound, ganz im Gegenteil – es sind ja auch zwei hervorragende Alben. Aber mit der neuen Partnerin Kate Le Bon scheint sich das Quartett um die einzigartige Charakter-Vokalistin Florence Shaw noch weiter zu öffnen. Wobei das seltsamerweise einhergeht mit einem weitgehenden Verzicht auf Lärm-Ausbrüche zugunsten eines freien Flows, der allerdings durchaus Ecken und Kanten hat. Nach wie vor ist schwer zu sagen, ob Shaw gerade singt oder spricht, man nennt sie am besten Textgestalterin; und immer wieder fragt man sich, warum Tom Dowses seltsame Gitarrenfiguren so perfekt dazu passen. Und warum dieser eigenwillige Advanced-Pop so eingängig ist, beinahe hypnotisch. Das erste 2026er Album, das man für die Jahresbestenliste vormerken muß… (2026)






