Rezension
Der Hintergrund: Der große polnische Trompeter wurde anno 2015 eingeladen, im Rahmen der jährlichen "Summer School" von Jazz Danmark zu unterrichten. Zu den Kollegen, die die Chance nutzten, mit der Koryphäe zusammenzuarbeiten, zählten u.a. Stankos in Dänemark lebender Landsmann, Namens- und Instrumentenvetter Tomasz Dabrowski, der isländische Trompeter Snorri Sigurdarson, Saxophonist Thomas Hass, Bassist Richard Andersson, aber auch deutlich jüngere Talente wie Pianist Artur Tuznik, Vibraphonist Martin Fabricius, Schlagzeuger Radel Wosko und die wunderbare finnische Sängerin Johanna Elina Sulkunen. Im Februar 2016 traf sich das Ensemble dann noch einmal, um im Kopenhagener Village Recordings Studio die Arbeit des vergangenen Sommers zu dokumentieren. Jedes Ensemblemitglied brachte eine Eigenkomposition mit (von Stanko wurden zwei aufgenommen). Die nun endlich, sieben Jahre nach Stankos Tod, freigegebenen Aufnahmen entführen in eine gänzlich originäre Jazzwelt, die spezifischen Eigenschaften der polnischen und skandinavischen Schulen vereinend, avantgardistisch und experimentell, dabei aber zumeist ohne allzu große Hürden zugänglich, voller spannender Wendungen und schillernder Klangfarben. Und nicht zuletzt ist dies auch ein großartiger später Nachruf auf einen bis zum Ende neugierigen und offenen Giganten des europäischen Jazz! (2025)






