Paul Kuhn

The L.A. Session

Label/AN:  In + Out Records, IORLP77060
Format:  2 LP 180g, 45 UPM

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Rezension

“Ich mache weiter, bis der liebe Gott mir auf die Finger klopft und sagt, jetzt reicht’s”: Es ist noch gar nicht so lange her, daß der am 12. März 2013 85 Jahre alt gewordene “Mann am Klavier” mit diesen Worten auch für die Zukunft seinen Ruhestand ablehnte. Am 23. September desselben Jahres allerdings war es dann soweit, und mit “Paulchen” Kuhn ging eine echte Legende der bundesdeutschen Unterhaltungskultur. Es ist schön, daß das letzte Album eines Musikers, der sich den größten Teil seiner Karriere unter Wert verkaufte (dabei aber stets sein Publikum liebte und respektierte), für ihn die Erfüllung eines uralten Traums bedeutete: Endlich Jazz zu spielen. Und unter heute kaum zu verbessernden Bedingungen: Im legendären Capitol-Studio in Los Angeles, in dasselbe Mikrophon singend, das einst seine großen Idole Frank Sinatra und Nat “King” Cole benutzt hatten, mit einer weiteren Legende hinter dem Mischpult (Al Schmitt war u.a. der Toningenieur des “Breakfast At Tiffany’s”-Soundtracks!) und der Rhythmus-Sektion aus der Band von Jazz-Star Diana Krall, Bassist John Clayton und Drummer Jeff Hamilton! Die auf dieser erweiterten Edition (16 statt zwölf Songs; auf vier davon läßt er auch noch einmal seine Stimme hören), die Kuhn an zwei Tagen im November 2011 aufnahm, ergaben nun nicht nur sein wahrscheinlich bestes Album, sondern auch sein Vermächtnis. Ein herrlich swingendes, wie er es sich nicht besser hätte wünschen können. – Die ursprüngliche (und damals schnell vergriffene) Vinylversion war gekürzt – hier ist nun nicht nur das komplette CD-Programm, sondern sogar zwei bislang unveröffentlichte Songs enthalten. Großzügiger und damit dynamischer geschnitten ist diese ursprünglich zum Record Store Day 2021 erschienene Version zudem. Nun regulär nachgepreßt. (2013/2021)