Rezension
Hier haben sich offenbar zwei verwandte Seelen gefunden. Die deutsche Pianistin und der kanadische Kontrabassist haben nicht nur gemein, daß sie beide auch singen können. Sie sind beide auch Klangforscher, haben weder Scheu, ihre Instrumente zu präparieren noch Berührungsängste bei elektronischen Effekten. Was sie auf dieser ersten Kooperation tun, ist entsprechend ungewöhnlich und spannend, allerdings überhaupt nicht sperrig oder gar anstrengend. Die seltsamen Klänge fließen zusammen, aus Geräusch entsteht wie durch Magie Melodie – und die beiden Stimmen harmonieren auf eine Art, daß sie wohl einfach früher oder später zueinander finden mußten, über Kontinente hinweg. Kategorisierbar ist das nicht, definitiv aber ein Album, zu dem man noch lange immer wieder zurückkehren wird. Und eines für die Jahresbestenliste. (2026)






