Rezension
Die Alben des südafrikanischen Pianisten sind nicht nur Musik. Makhathini trennt nicht zwischen seinem Schaffen als Musiker und dem als spiritueller Heiler, und so wohnt auch "The Myth We Choose" diese für nichtreligiöse Menschen schwer zu fassende und zu akzeptierende, aber doch kaum zu leugnende Kraft inne. Neben Gastauftritten von Trompeter Robin Fassie, Gitarrist Keenan Ahrends und Shabaka Hutchings (Flöte) spielt die menschliche Stimme eine große Rolle, seine eigene wie die seiner Ehefrau Omagugu und zweier weiterer Vokalisten (Thano Zide, Muneyi). Wobei es auch diesmal keine Rolle spielt, ob man den Text versteht oder nicht. Man spürt die Vibrationen. Beschreibbar ist Makhathinis Musik auch weiterhin kaum, sie ist gleichermaßen "free" wie hochmelodisch, sie spricht unmittelbar zum Hörer. Man kann sie nicht vermitteln, man muß sie selbst erfahren. Am allerbesten natürlich, wenn man die Möglichkeit haben sollte, live. Wobei der Tonträger schon eine erstaunliche Menge von Makhathinis Ausstrahlung vermittelt. (2026)




