Rezension
Die Band um Jake Snider hatte sich erst unlängst gegründet, als im Dezember 2001 diese Debüt-EP erschien, die mit sieben Songs in knapp einer halben Stunde durchaus auch als Album betrachtet werden kann. Man staunt heute noch darüber, wie perfekt eingespielt das Quintett bereits war, wie selbstverständlich die Zahnräder dieser komplexen Songs ineinandergreifen, so daß sie gar nicht schwierig klingen. Den Boden für den Alternative Prog Rock, der hier vorgeführt wird, hatte die Post Rock-Szene der 90er bereitet, doch dies klang anders. Gleichermaßen kantig und flüssig, rauh und elegant, intellektuell und gelegentlich auch albern (in den Texten, die zeigten, daß die Musiker das alles nicht allzu ernst nahmen). Um die Jahrtausendwende gab es nicht so viele Bands, die der alten Gitarrenrock-Nummer noch so viel Neues abzugewinnen wußten. Und dabei auch noch so viel Spaß machten. In diesem Sinne ein echter Meilenstein. Neupressung auf limonengrünem Vinyl im Bernie Grundman-Mastering der 2011er Vinylpremiere! (2001/2026)






