Rezension
"The Wednesday Addams of country music", so wird India Ramey von Fans gerne genannt. Ein treffender Name für eine der seltenen Frauenpersönlichkeiten im Outlaw Country. "The Woman in Black" ist ein weiterer Titel, und ja, ihr Songwriting verdankt Johnny Cash eine Menge. Dessen stoische Ausstrahlung man an ihr freilich auch entdecken wird. Gelegentlich verschmilzt sie ihren traditionellen Honky Tonk-Sound auch mit etwas Morricone-Ästhetik, und sie wäre in den klassischen Italowestern sicherlich gut vorstellbar, als Counterpart zu Clint etwa. Eingespielt hat sie dieses Album mit Musikern, die sonst in den Bands von Jakob Dylan, Steve Earle oder Dwight Yoakam spielen, und klingen sollte es, in ihren eigenen Worten, "like Johnny Cash and Loretta Lynn rising from the grave to score a Quentin Tarantino film". Dem Ziel ist sie sehr nahe gekommen. (2026)






