Rezension
Nach dem spannenden Ausflug in die Highlife-Tradition ist der ghanaisch-niederländische Trompeter zurück auf vergleichsweise traditionellem Jazz-Terrain; wobei die afrikanischen Wurzeln natürlich auch hier eine tragende Rolle spielen: Somuahs afrikanische Identität ist die Grundlage seiner Musik. Hier fließt sie wieder faszinierend nahtlos zusammen mit klassischem Cool Jazz und Bop; es entsteht etwas Neues und Einzigartiges daraus. Mit seinem weichen, erzählerischen Ton und einem erstaunlichen Nuancenreichtum (es lohnt sich immer, ihm genau zuzuhören) hat sich der Endzwanziger längst als einer der größten Meister auf der Trompete nicht nur in seiner Generation etabliert; "Walking Distance" ist eine weitere Bestätigung. (2026)




