Rezension
Es ist tatsächlich nicht das Solo-Debüt: 1999 hatte Jay Buchanan schon einmal ein Album unter seinem Namen veröffentlicht, aber da gab es die Rival Sons noch nicht, und das damals untergegangene Debüt wurde vergessen. Heute ist Buchanan ein Roots Rock-Star, der mit diesem ersten Alleingang seit über einem Vierteljahrhundert daran erinnert, daß Blues Rock härterer Gangart durchaus nicht sein einziges Idiom ist. Country, Soul, Folk und Gospel sind ihm im Grunde nicht weniger nah. So ist "Caroline", der erste dieser zehn Songs, die Buchanen als vorübergehender Einsiedler in der Mojave-Wüste schrieb, gleich mal ein echter Country-Tearjerker, bei dem es einen wundern sollte, wenn er nicht Kreise zieht in der Nashville-Szene. Das Zeug zum Klassiker haben allerdings noch einige Tracks mehr, die vom Songwriting her überwiegend Country atmen, durch Buchanans Stimme dann aber doch eine Menge Soul schwitzen. Sons-Fans müssen sich da schon ziemlich umorientieren. Lohnt sich aber! (2026)






