Rezension
Außerhalb Englands wurde diese hervorragende Band aus Reading kaum wahrgenommen. In der Heimat stieg das Debüt immerhin bis auf Platz 23 der Charts. Die Basis war die (gerade wieder abflauende) Shoegazing-Bewegung, die von Chapterhouse aber transzendiert wurde: Hier wurde mit der Dance-Szene geflirtet (Verwendung von Samples inklusive), dort mit Punk – mit dem Ergebnis, daß die Songs deutlich tanzbarer waren als in jenem Genre üblich. Man könnte dieses Debüt auch als ganz eigenen Rave-Entwurf lesen, jenseits von Madchester. Ewig schade, daß nach der zweiten LP dann auch schon wieder Schluß war; Chapterhouse zählten fraglos zu den vielversprechendsten Bands im UK der frühen 90er.- Neupressung der 2020er MOV-Wiederauflage. (1991/2020, Pressung aktuell)




