Rezension
Im März 1967 war der legendäre Bluesman, der selbst für einen Robert Johnson ein wesentlicher Einfluß gewesen war, zum letzten Mal im Studio. Dort nahm er abermals einige seiner eindrucksvollen Songs auf, die ihn bereits in den 1930ern zu einer legendären Gestalt gemacht hatten. Darunter den Titelsong, direkte Blaupause für Johnsons "Hellhound On My Trail", dessen Original-78er für Blues-Sammler eine Art heiliger Gral ist – nur drei noch existierende Kopien der Schallplatte sind bekannt, von denen zwei in nicht mehr spielbarem Zustand sind. Auch die hier zu hörende späte Version ist von geradezu gespenstischer Intensität, bedingt durch das Zusammenspiel von James' ungewöhnlich hoher Stimme und seiner filigranen, "unkörperlichen" Gitarrentechnik, die auch den meisten anderen Songs hier ihre unheimliche Atmosphäre verleiht. Nicht weniger bedeutsam als das in der "Today!"-Reihe erschienene Vanguard-Debüt, anders als jenes aber nie wieder auf Vinyl aufgelegt! – Mastering von Matthew Lutthans. (1968/2026)






