Rezension
Dieses Debüt des 2017 verstorbenen Pianisten, Bandleaders und Komponisten Egil Kapstad zählt zu den gesuchtesten Schätzen des skandinavischen Jazz – sicherlich nicht zuletzt, weil man auf der die erste Seite einnehmenden, auf Oscar Wilde-Texten basierenden Komposition für sechs weibliche Stimmen und Jazz-Ensemble neben anderen späteren Koryphäen der norwegischen Jazz-Szene auch einen gerade 21jährigen Saxophonisten (hier am Tenor!) namens Jan Garbarek hören kann. Der spielt auf den beiden Instrumentalstücken der B-Seite dann zwar nicht mit, dafür aber solch exzellente Musiker wie Saxophonist Bjørn Johansen, Trompeter Atle Hammer, Knut und Frode Thingnæs (Saxophon bzw. Posaune), Flötist Helge Hurum, Per Løberg und Drummer Svein Chrstiansen. Auch diese beiden Stücke sind hochspannende Kapstad-Eigenkompositionen. Die Vinyl-Neuausgabe ist limitiert und vermutlich nicht lange erhältlich. (1968/2026)






