Rezension
Auch die zweite Kooperation des schwedischen Multiinstrumentalisten und Komponisten Gustaf Ljunggren mit dem isländischen Bassisten Skúli Sverisson (bekannt von seiner Arbeit mit so unterschiedlichen Musikern wie Laurie Anderson oder Bill Frisell) könnte man auf den ersten Eindruck hin in die Ambient-Ecke stellen, doch macht diese zwischen Jazz und Folk oszillierende Musik mehr, als nur die Raumatmosphäre zu verändern. Die vielschichtigen Arrangements erfordern Aufmerksamkeit. Die Hauptrolle spielt die akustische Gitarre oder eine direkte Verwandte (von der Bariton-Ukulele über die Mandola bis zum bolivianischen Charango), eingewoben werden etwa Klavier, Orgel, Blasinstrumente (Flöte, Saxophon, Bassklarinette), und was man im ersten Moment für einen elektronischen Sound gehalten hat, kann zwar einer sein, sich aber auch als Pedal Steel oder Celesta entpuppen. Was minimalistisch und einfach wirkt, erweist sich als durchaus komplex, und auch der filigrane Eindruck täuscht – denn diese Musik hat erstaunliche Kraft… (2026)






