Rezension
Auf die Stilvielfalt von "Elemental Journey" (2012) folgte das Gegenteil: Nothin' but the Blues, und statt ambitionierter Arrangements ganz klassisches Gitarre-Bass-Schlagzeug-Trio-Format. Vergleichbar sind die beiden Alben allenfalls dahingehend, als daß sie beide den damals 64jährigen Gitarristen in bestechender Form porträtieren. Sein Blues-Entwurf hier verbindet souverän alte Delta-Tradition mit modernen Einflüssen, sein Slide-Spiel ist phänomenal – besonders, wenn er eine National Steel Guitar zur Hand nimmt. Und Landreths Neuinterpretationen alter Standards von Skip James, Robert Johnson oder Big Bill Broonzy sind nicht weniger originär als die Eigenkompositionen. Ein besonderer Höhepunkt (und eines von mehreren vorzüglichen Instrumentals): Der Johnny Winter gewidmete "Firebird Blues"! – Neupressung auf blauem Vinyl. (2015/2026)




