Rezension
1970 hatte Ayers das Album "Ubiquity" veröffentlicht, das schon deutlich in die Richtung der kommenden Jahre zeigte, allerdings noch mit einem Fuß im Hard Bop. Im Jahr darauf folgte das Debüt seiner gleichnamigen neuen Band: Ein Jazz-Funk-Manifest. Spirituell (inspiriert vom "Jesus Christ Superstar"-Musical) und politisch aufgeladen ("Ain't No Time To Be Tired"), fabelhaft durchkomponiert und angetrieben von einem Rhythmusgespann aus John Williams und Billy Cobham, so tight wie nur irgendeines in jener Ära (dabei aber auch zu feinen Nuancen fähig). Spätere Alben der Band hatten (bei grundsätzlich aber gleichbleibender Qualität!) weniger Jazzbezug, hier ist der Anteil noch hoch – nicht zuletzt dank Saxophonist/Flötist Sonny Fortune und Ayers' eigenen Beiträgen auf dem Vibraphon! – Reissue aus der "Verve Vault Vinyl"-Reihe, Mastering von Ryan K. Smith. (1971/2026)






