Rezension
Zuletzt hatte man den Pianisten und Produzenten Kiefer Shackelford im Zusammenhang mit dem "Fathers"-Projekt (mit Nate Smith, CARRTOONS und Kenny Beats) gehört; dies ist nun sein fünftes Soloalbum. Wobei "solo" natürlich relativ ist, denn Kollaborationen gibt es reichlich, mit den "Fathers"-Kollegen ebenso wie mit etwa Walter Smith III, Cisco Swank, Rae Khalil, Erick The Architect, Amber Navran und Gareth Donkin – ein bunter Haufen von Künstlern aus Jazz, Hip-Hop und (Neo)Soul. Kiefer gelingt das Kunststück, aus all diesen unterschiedlichen Einflüssen ein homogenes Album zu machen, das zwar Genregrenzen leugnet, aber in Flow und seiner traumartigen Stimmung fast wie ein einziges, großes Stück wirkt. Der Jazz findet hier zum Teil unter der Oberfläche statt, dafür erweist er sich dann aber oft als erstaunlich frei. (2026)





